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ABA NAIA ist ein feministisches Performance-Kollektiv aus Berlin, das an den Grenzen zwischen Theater, Performance und Tanz arbeitet. 2017 gegründet, besteht das Kollektiv aus der Choreografin, Regisseurin und Performerin Kysy Fischer, der Performerin Rafaella Marques sowie der Dramaturgin und Produzentin Jaika Bahr. In einem kontinuierlichen künstlerischen Prozess befassen sich ihre Arbeiten mit den Themen Sexualität, Absurdität, Humor, Bewusstseinsstrom, Scheitern und dem Widerstand gegen die faschistische Welle. 

Neben zahlreichen bühnenprojekten entstanden die Performances “We Can Do It Moaning”, die mit dem PorYes Award 2023 ausgezeichnet wurde, und “Super Superficial”, die zuletzt bei den Tanztagen 2025 in den Sophiensælen zu sehen war. Im Jahr 2025 wurde das Projekt “Obscenas” vom Kollektiv im Rahmen einer Residenzförderung des Fonds Darstellende Künste im HAU erarbeitet. Auch 2025 realisierte das Kollektiv ein neues künstlerisches Forschungsprojekt, das durch das Arbeits- und Recherchestipendium des Berliner Senats verwirklicht wurde: „bzw. Ethical Choreographies of Being Together“.

Team

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Kysy Fischer

REGISSEURIN UND PERFORMERIN

Kysy Fischer nutzt Humor, um Disziplinen wie Tanz, Performance und Theater zu verwirren. Als Choreografin interessiert sie sich für die minimalistische Übertreibung und das Spiel mit Widersprüchen. Kysy setzt sich oft mit Psychoanalyse und Klassenfragen auseinander. In ihrer Arbeit sucht sie nach Formen des Kontakts mit dem Publikum und kritisiert die Hierarchien der künstlerischen Räume und Praktiken. In ihrer akademischen Forschung in Brasilien untersuchte sie die Performancekunst als angewandte philosophische Praxis. Seit 2017 ist sie Regisseurin des Kollektivs ABA NAIA, mit dem sie sich vor allem mit feministischem Humor auseinandersetzt. Kysy Fischers letzte Arbeit „Super Superficial“ eröffnete die TanzTage Berlin 2025 in den SophienSaelen und sie wurde im TANZ__Jahrbuch 2025 zur Newcomer Choreographin des Jahres ernannt.

Rafaella Marques

PERFORMERIN

Rafaella Marques (BR) lebt seit 2016 in Berlin. An der Schnittstelle von Theater und Performance arbeitend, verwischt sie die Grenzen zwischen Text und Körper und entwickelt choreografische Arbeiten, in denen Stimme, Bewegung und Klang Hierarchien des Ausdrucks auflösen. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich zwischen dem Politischen und dem Poetischen und verkörpert Präsenz, Verletzlichkeit und eine spielerische Körperlichkeit. Mit einem Hintergrund in Darstellende Kunst hat Rafaella bei Festivals in Brasilien performt und als Darstellerin am Internationalen Theaterforum sowie am Theatertreffen in Berlin teilgenommen. Neben ihrer Bühnenarbeit leitet sie Workshops für Kinder und Erwachsene in Berlin und arbeitet dabei sowohl in künstlerischen als auch in sozialen Kontexten.

Sie erhielt ein Stipendium des Goethe-Instituts, absolvierte ein Praktikum am Maxim Gorki Theater und nahm an Workshops bei Falk Richter, Jan Lauwers und Rodrigo García (Biennale di Teatro di Venezia, Malta Festival Poznań) teil. Rafaella ist Mitbegründerin des in Berlin ansässigen Kollektivs ABA NAIA sowie des Colectivo Fango in Madrid.

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Jaika Bahr

DRAMATURG

Jaika Bahr hospitierte am deutschen Theater Berlin bei Daniela Löffner und Andreas Kriegenbrug. Sie studierte Kulturwissenschaften an der Europa Universität Viadrina mit dem Fokus auf Linguistik und Literaturwissenschaften. Außerdem studierte sie Kunst, Kultur und Medien an der Rijksuniversiteit Groningen in den Niederlanden. Neben dem Studium arbeitete sie als Regieassistentin und Dramaturgin am Theater an der Parkaue, Ballhaus Naunynstraße und Heimathafen Neukölln in Berlin.

KÜNSTLERISCHE ZUSAMMENARBEIT

Óscar Barbosa

Fotograf 

Óscar Barbosa ist ein spanischer Fotograf und bildender Künstler, der in Berlin lebt. Seine Arbeit konzentriert sich auf analoge Fotografie und Prozesse mit einem starken dokumentarischen Charakter. Óscars persönliche Projekte handeln von Identität, Erziehung und Kindheit, von der Überwindung von Traumata und der Wiederbelebung alter Erinnerungen mit einem konzeptionellen Denkprozess. Als Dokumentarfotograf liebt er es, das Wesen der Aufführungen, an denen er arbeitet, einzufangen. Er arbeitet seit Jahren mit dem queeren Performance-Kollektiv Once We Were Islands und dem Berliner Kollektiv ABA NAIA zusammen. Seine letzte Arbeit „Sinárra“ wurde als Gewinner des Kunstpreises 2024 beim Festival Altonale in Hamburg ausgewählt.

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Teija Vaittinen

PERFORMERIN

Teija Vaittinen ist Performerin sowie Theater- und Zirkuspädagogin, deren Arbeit von Komik, (scheiternden) Körpern, Improvisation, Clownerie und Bewegung geprägt ist. Sie kommt aus Finnland und lebt seit 2012 in Berlin. Teija Vaittinen hat den Masterstudiengang Theaterpädagogik an der Universität der Künste absolviert. In Finnland studierte sie Schauspiel sowie Soziologie.

Neben ihrer künstlerischen Arbeit mit ABA NAIA kreiert Teija Vaittinen clowneske Solonummern und leitet zahlreiche Theaterprojekte mit Kindern und Jugendlichen. In den letzten Jahren hat sie Projekte u.a. in der Staatsoper Unter den Linden, im Grips Theater, im Weiten Theater, in jtw Spandau, im Zirkus Cabuwazi sowie in mehreren Jugendkulturzentren, Schulen und Kitas realisiert. Im Frühling 2022 wurde das von ihr mitgeleitete Stück Jetzt Aber Wirklich zur Zwischenauswahl des Theatertreffen der Jugend 2022 eingeladen.

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Mattias Larsen

SOUND ARTIST

Mattias Larsen ist ein in Berlin ansässiger Sound Mixer und Sound Designer mit großer Aufmerksamkeit für Details sowie einem Verständnis für das große Ganze und die Bedeutung von Teamarbeit. Seit 2015 hat er an über 70 Projekten gearbeitet, darunter Kurzfilme, Filmnovellen, Dokumentarfilme, Werbespots und sieben Langspielfilme. Neben dem Film war sein Sound auch Teil von Ausstellungen in Schweden, Deutschland und Kurdistan. Mattias Larsens akademische Ausbildung besteht aus einem Jahr Klangkultur an der Universität Linköping in Schweden sowie einem BA in elektronischer Musikproduktion an dBs Music in Berlin. Seit 2022 kollaboriert er mit ABA NAIA in dem Kurzfilm „Ad Absurdum“ und in dem Stück „otherMess“ von Kysy Fischer.

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Caroline Reucker

FILMEMACHERIN 

Erik Pade

LICHT UND TON TECHNIKER 

Emilio Cordero Checa

LICHT, TON UND VIDEO DESIGNER 

Mari Vass

PHOTOGRAPHIN

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